300km nördlich von Heidelberg haben sich vor knapp einem Jahr ein paar junge WinDler*innen zusammen gesetzt und planten eine Reise. Sie wollten den WinD-Gedanken verbreiten, der keine Grenzen kennt, sich ausbreitet von Süd nach Nord, von Nord nach Süd, einmal westlich und einmal östlich um den Globus herum, wollten eine schöne Zeit verbringen, denn die WinDler*innen sind einfach – das wird mensch ja auch mal sagen dürfen – verdammt coole Socken. Mit den Füßen auf dem Tisch, der Vision vor Augen und dem Aktionismus im Herzen haben sich erste Verantwortliche für die technische Grundlage und die inhaltliche Gestaltung gefunden.

Frisch gebacken als „WinD Website Planungsgruppe“ sind wir dann zu unser Reise aufgebrochen und haben in der Community gleich großen Zuwachs bekommen. Mit 13 Mitgliedern war die Gruppe für den Start gefunden. Bis zur ersten Etappe, das erste Gespräch auf Mumble, mussten wir leider schon einen dramatischen Verlust verzeichnen. Lediglich sechs Personen haben es bis dahin geschafft. Wir waren aber bereit den Berg zu erklimmen.

Domain finden, Design ausarbeiten und auswählen, all diese Aufgaben haben wir auf uns genommen.
Die ersten Entscheidungen wurden gefällt, teils per Konsens, teils basis-demokratisch abgestimmt, teils wurde die Entscheidung auch diktatorisch durch die Machthabenden festgesetzt.

Die Technik war schon eingekauft, die ersten Probleme waren gelöst, doch dann standen wir auch schon kurz vor Erfurt – mit nichts in den Händen. So ganz mit leeren Händen konnten wir beim HerbstWinD auch nicht auftauchen. Wir mussten doch was präsentieren! Zeigen, dass wir was könne! Zeigen, dass wir wer sind!
Also wurde plötzlich ein anderes Tempo angeschlagen. Losgelaufen sind wir, Tage und Nächte sind wir durchgelaufen. Aus den ersten verworfenen Design-Vorschlägen wurde schnell ein finales Design zusammen geschustert.

Und da waren wir nun in der Jugendherberge. Die erste Anhöhe war geschafft.
Das Design war weitesgehend eingebunden, es funktionierte zwar noch nichts, aber das ist für die Vorstellung ja auch irrelevant, das fällt doch nicht auf.

Die Erzkonkurenz, der Newsletter „AufWinD“, war inzwischen geschlagen und wir konnten ohne Druck weiterarbeiten und so ist es natürlich auch passiert.
Nach dem HerbstWinD ist unser Tempo erst einmal wieder gedrosselt worden.
Wir haben uns immer wieder getroffen, um den weiteren Reiseweg zu besprechen und alle sind in kleinen Gruppen – oder auch alleine – Stück für Stück weiter gelaufen.

Doch vor einer Woche war es soweit. Wir haben den Weg bis nach Braunschweig auf uns genommen und uns dort zum Arbeiten, Arbeiten und Arbeiten getroffen.
Nachdem wir Freitag noch bis um 23 Uhr gearbeitet haben und am Samstag bis auf das Frühstück alle Mahlzeiten halb in der Arbeit eingenommen wurden – so richtige Workaholics eben – haben wir es in der Nacht endlich geschafft.
Der Olymp war erklommen. Die Website ist endlich am 12. April um halb eins online gegangen. Nun musste die Nachricht unseres Erfolges noch in die Welt hinaus getragen werden. Eine E-Mail für die Regionalgruppen und aktiven WinDler*innen wurde verfasst, ein Beitrag für die Community vorbereitet und schließlich wurde auch ein Beitrag auf der Website selbst veröffentlicht. Die Veröffentlichung musste natürlich auch ausführlich gefeiert werden – also noch kurz Fotos gemacht und ab ins Bett!

Nun standen wir da – oben auf dem Gipfel der Macht – mit dem Wissen einjähriger überregionaler WinD-Arbeit.
Doch für euch haben wir den Olymp wieder verlassen. Wir sind zu euch zurück gekommen, um euch zu berichten von unser Odyssee – eine Odyssee voller Höhen und Tiefen. Dies muss euch jedoch nicht auch passieren, deshalb haben wir euch die heiligen 8 Gebote der überregionalen WinD-Arbeit mitgebracht.

  1. Ihr sollt euch zum Start in der Realität treffen!
  2. Ihr sollt klare Ziele und ein klares Ende definieren!
  3. Ihr sollt euch an einem festen Ort zu einer festen Zeit regelmäßig Treffen!
  4. Ihr sollt Mumble verwenden!
  5. Ihr sollt eure Arbeit zwischendurch evaluieren!
  6. Ihr sollt euch im realen Leben treffen um gemeinsam neue Motivation zu schöpfen und zu Arbeiten!
  7. Ihr sollt eure Arbeit dokumentieren und für die Nachwelt festhalten!
  8. Ihr sollt den Abschluss und eure Zeit gemeinsam feiern!

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