„…aber wo ist eigentlich Crossen?!“ – Ein Faires Frühstück in Jena

Der Sonntag in Thüringen beginnt früh. Als die 200 Teilnehmenden des MediBüro-Bundeskongresses in Jena ihre Äuglein öffnen und in die Uni strömen, um sich weiterzubilden, sind wir schon lange auf den Beinen.

Ein Frühstück muss her. Aber kein normales. Nein es soll etwas Besonderes sein, etwas Außergewöhnliches und doch Selbstverständliches. Es soll fair sein.

FF15_4Der 8. Bundeskongress des MediBüros findet diese Jahr mit etwa 200 Teilnehmenden unter dem Thema „Ich will hier nicht sein…“ in Jena statt. Das Medibüro und die regional organisierten Medinetze setzen sich für die bedingungslose medizinische Versorgung von Menschen ohne Papiere, wie z.B. Geflüchtete, ein. Auf dem Treffen tauschen sich die 34 bundesweit verteilten Medinetze und Interessierten zu den verschiedensten Themen aus, nehmen an Workshops teil und vermehren ihr Wissen bei Vorträgen.

Schon vor einer ganzen Weile wurde unsere WinD Gruppe vom Organisationsteam des Kongresses angesprochen, ob wir im Rahmen des Wochenendes nicht eines unserer Fairen Frühstücke anbieten wollen. So eine Möglichkeit lassen wir uns natürlich nicht entgehen.

Die hervorragende Kooperation mit dem Jenaer Biomarkt und dem Biobäcker „Laibspeise“ erlaubte uns einen unkomplizierten Einkauf, bei dem wir nach Herzenslust die fair und ökologisch produzierten und soweit möglich regionalen Lebensmittel in unsere Rucksäcke stapeln konnten. Dass wir sehr klimaneutral ohne Auto den Transport des Einkaufes erledigten, war natürlich geplant und überhaupt nicht dem Mangel an Organisationszeit geschuldet. Eine weitere total geplante Bereicherung der Vorbereitung war die Anwesenheit von Mitgliedern der WinD Gruppe Hamburg, die mit Rat, Tat und Filzstiften zur Seite standen.

FF15Neben Kaffee, Marmelade, Aufstrichen und Brötchen werden Sonntag früh also Rohkostplatten bestückt, Obst aufgeschnitten und Infomaterialien verteilt. Reflexionsplakate auf den Esstischen sollen den Teilnehmenden die wichtigsten Punkte unserer Aktion vor Augen führen und zum Nachdenken anregen. Wer reist eigentlich weiter, ich oder mein Essen?

Die Teilnehmenden lassen es sich ordentlich schmecken, genießen die bunte Auswahl an hausgemachten Aufstrichen und kommen in der Buffetschlange ins Quatschen über Veganismus, Regionalität und Tomatengewächshäuser in Gera.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei all unseren Kooperationspartner*innen, allen voran dem Medinetz Jena für die Möglichkeit und geniale Unterstützung, sowie dem hiesigen Biomarkt und -bäcker für die wunderbare und freundliche Zusammenarbeit.

… und für alle, die bis hierher durchgehalten haben: Crossen liegt im Nordosten Thüringens und stellt unglaublich leckeren Apfelsaft aus heimischen Äpfeln her.

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